35 Jahre Startbahn West

https://www.zdf.de/nachrichten/hallo-deutschland/35-jahre-startbahn-west-100.html

Wie bei der Durchsetzung der Nordwest-Landebahn, wo im Laufe der Mediation mit 250.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen argumentiert wurde, standen auch damals nicht Natur, Umwelt und die Menschen im Mittelpunkt, sondern nur das ökonomische Wachstum. Wie damals waren es die Arbeitsplätze, die nicht kommen oder verloren gehen, das Totschlagargument, um alle Widerstände aus der Bevölkerung zu unterdrücken.
Gleichgültig ob die Prognosen gelogen sind oder nicht, diesem Argument wird notfalls auch unser Planet geopfert. Falls der "natürliche" Bedarf nicht kommt, wird Bedarf durch "Angebote" generiert.

Dazu passt ein wunderbarer Spot in der Heute-Show vom 5.4.2019 (4 Min.)

www.youtube.com/watch

Die Forderungen der Kinder in "Fridays for Future" sind sehr konkret und nicht überzogen.
Alles braucht seinen richtigen Preis, damit die Welt in Ordnung kommt. Was würde es bedeuten, wenn die Tonne CO² mit den, vom Umweltbundesamt vorgeschlagenen 180€ zu beaufschlagen ist? Der Flug von Frankfurt nach Berlin und zurück würde 57,60€, nach Palma De Mallorca, 166,68€ und nach Sumatra 1.256,58€ teurer - die Nordsee ist auch sehr schön und viel gesunder. Doch eigentlich recht vernünftige Preisaufschläge, die unsinnige Flugreisen reduzieren und die Umwelt schützen helfen. Eine Modell-Rechnung des Spiegel führt zu folgenden Aufschlägen für das tägliche Leben:

  • ein Liter Benzin = 0,43€ (mit der Bahn geht es billiger)
  • ein kg Rindfleisch = 2,58€ (es muss ja nicht jeden Tag Fleisch sein)
  • Milch, 1 Liter = 0,17€ (für Kinder wichtig - Erwachsene brauche keine Milch/li>
  • Weizenbrötchen = 0,01€
  • ein kg Kartoffeln, 0,04€
  • 12 Eier = Mehrkosten: 0,24€
  • iPhone = 14,20€ (da muss das neue iPhone eben ein wenig warten)
  • ein langärmeliges T-Shirt: 1,98€ (da trägt man das aktuelle halt ein wenig länger)

180€ Preisaufschlag pro eine Tonne CO²-Ausstoß, hat eine enorme Steuerungswirkung auf die Reduzierung der Klimabelastung und führt zur Nutzung von Gütern und Dienstleistungen, mit möglichst geringer CO²-Freisetzung, ohne die Wirtschaft zu gefährden.

Mit freundlichen Grüßen
Dietrich Elsner
Koordinator der Initiativen Fluglärm in Mainz und Rheinhessen
BBI-Sprecher www.flughafen-bi.de