Auch der Verband der Fluggesellschaften BDF hatte sich bereits gegen die Pläne des Hamburger Flughafens gestellt. Präsident Ralf Teckentrup (Condor) sowie sein Geschäftsführer Michael Engel sehen die Vorhaben als "zu groß und zu teuer", sprechen von "verniedlichten Zahlen" und sehen absehbar keinen Bedarf für die Ausbauten.
BUND klagt gegen Ausbau
Der BUND Hamburg klagt gegen die massiven Ausbauten am Flughafen. Experten des BUND sehen in den Erweiterungen eine erhebliche Kapazitätssteigerung von zusätzlich bis zu zehn Millionen Passagieren mit rund 60.000 Flugbewegungen. Diese Belastungen von Mensch und Umwelt wurden in den bisherigen Planungen und im Genehmigungsverfahren nicht angemessen berücksichtigt. Die Umweltprobleme des Fliegens, die innerstädtische Lage des Flughafens und die Rechtslage machen ein Planfeststellungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung zwingend erforderlich.
Belastung für Mensch, Umwelt, Klima
Wenngleich die Fluggesellschaften und der BUND unterschiedliche Interessen verfolgen, so einigt die beiden doch das von den Betroffenen, den Initiativen und Vereinen geforderte Ende der völlig unreflektierten Erweiterungen und Ausbauten in einem Automatismus, ausgelöst durch einen 30 Jahre alten Planfeststellungsbeschluss, der das Ausbauziel eigentlich schon 2010 als abgeschlossen vorgesehen hat. Die vormaligen „Bedürfnisse“ entsprechen heute nicht mehr den aktuellen Rahmenbedingungen, sowohl wirtschaftlich, aber viel tragender bezogen auf die aktuellen Erkenntnisse der Belastungen von Mensch, Umwelt und besonders Klima. (mo)
Ralf Teckentrup - Präsident BDF:
www.abendblatt.de/wirtschaft/article215988261/Zu-gross-zu-teuer-Airlines-gegen-Flughafenausbau.html
Michael Engel - Geschäftsführer BDF:
www.airliners.de/der-flughafen-hamburg-zahlen-interview/48573
Michael Hoppe - BARIG:
www.airportzentrale.de/airlines-veraergert-ueber-gebuehrenerhoehung-am-flughafen-hamburg/59495/
Quelle: Bürgerinitiativen für Fluglärmschutz in Hamburg und Schleswig-Holstein in Hamburg und Schleswig-Holstein
