In der kommenden Kernnacht sollen zwei Großraumflugzeuge der LH von Neuseeland kommend in Frankfurt landen:
https://www.aero.de/news-34867/Lufthansa-schickt-A380-und-747-nach-Neuseeland.html
Bereits in den letzten Tagen gab es Flüge von Air New Zealand, die über Vancouver geflogen und gegen 6 Uhr gelandet sind. Es geht also auch anders.
Es handelt sich hier nicht um Evakuierungsflüge, sondern um Rückholflüge; Evakuierungsflüge dienen zur Rettung vor einer unmittelbar drohenden Gefahr, die hier nicht vorliegt. Es sind Charterflüge, die sich von anderen Charterflügen nur dadurch unterscheiden, dass das AA der Charterer ist.
Ich halte es für eine Provokation, diese LH-Flüge so zu planen, dass sie mitten in der Nacht landen. Für die gelandeten Passagiere, die einen mehr als 24-stündigen Tagflug hinter sich haben, gibt es übrigens zu diesem Zeitpunkt keinerlei Weiterreisemöglicghkeit.
In der letzten Woche gab es in der Kernnacht Starts und Landungen von Frachtflugzeugen "in besonderem öffentlichen Interesse". Auffällig sind regelmäßig um Stunden verspätete Starts eines Flugs nach Tokio, Landungen eines Flugs aus Dakar und Landungen eines Flugs aus Birmingham, der vor der Krise regelmäßig zwischen 5 und 6 Uhr ankam.
Worin besteht das öffentliche Interesse? Wem entsteht welcher Nachteil, wenn die Flüge nicht in der Kernnacht durchgeführt werden.
Ich rege an, dass das Bündnis in einer PM gegen diese Aufweichungen der nächtlichen Betriebsbeschränkungen herausgibt. Hier werden offenbar willkürlich und provokativ Nachtflüge durchgeführt.
Berthold Fuld
